Unvorstellbare Summe gehen durch die Presse. 80 Mrd. für Griechenland, 700 Mrd. 720 Mrd. oder vieleicht auch 750 Mrd für einen Notfallfonds… Man kann da schon den Durchblick verlieren. Aber das dicke Ende ist wohl noch nicht ereicht?!
Eins ist gewiss: Da wird Geld in einen bankrotten Staat gepumpt, so um die 80 Mrd EUR, wovon der deutsche Steuerzahler die Hauptlast tragen wird. Auch wenn das Geld (vorerst) nicht fließt und nur eine Bürgschaft darstellt. Und die Bunderegierung die Bürgscaft nicht selbst geibt, sondern die eigene KfW-Bank vorschiebt!
Denn es ist wohl als sicher anzusehen, dass die Griechen die Bürgschaften in kompletter Höhe abrufen müssen! Das erste Geld wurde schon angefordert (siehe Bild.de,
Dass die Kanzkerin plötzlich aus ihrer Starre erwacht und hektisch zu sammen mit den Franzosen auf einen Europäischen Wäührungsfonds (oder wie immer man diesen Rettungsschirm nun auch nennen möchte) drängt, wobei der Finanzminister dies schon vor Monaten gefordert hatte, ist nun logisch. Schließlich hat man aus Rücksicht vor dem Temprament der Südländer und unter dem Eindruck der steigenden Spekulation gegen Griechenland (und den Euro) anderen potentiellen Konkurskandidaten die Tore weit aufgemacht: Wer den Griechen hilft wird auch uns helfen.
Hurra! Wir schicken nun so um die 20 Mrd. nach Griechenland, weitere nicht näher bestimmt Mrd. dann nach Spanien, Italien und Portugal. Und da damit noch nicht genug ist, werden wir vielleicht auch noch Irland und die noch nicht im Euro-Raum integrierten Südost-Europäer unterstützen müssen. Schließlich können wir ja keinen unserer “Freunde” hängen lassen!
Aus dieser Sicht ist es schließlich fragwürdig, ob die durch die Presse geisternden 750 Mrd. Rettungsfonds wirklich ausreicht und man nicht eher 800 Mrd. benötigt, wenn nicht sogar noch mehr!
Auch wenn es sich hierbei wohl um Geld auf dem (Vertrags-)Papier handeln wird und — wollen wir hoffen das wirklich nicht passiert — nicht in gedrukter Form in Tresoren liegt, haben wir es hier mit einer imensen potentiellen Geldvermehrung zu tun. Also mit einer Inflation — dem weiteren Aufweichen und Schwächen der Währung.
Da hilft es auch nicht, dass sich nun Politiker aller Coleur sich gegenseitig die Schuld in die Schuhe schieben (z.B.: 93 Liberale: Wer hat dem Euro verraten? Sozialdemokraten!). Letztendlich ist weder das Zaudern der Kanzlerin, noch die Finanzkrise der letzten Monate oder die alte rot-grüne Regierung an dem Desaster alleine Schuld. Es waren alles Faktoren, die letztendlich uns in diese Lage gebracht haben, deren Suppe die jüngeren von uns und unsere Kinder und Enkel auslöffen müssen, jedoch weder die Kanzlerin, noch deren Vorgänger oder Ihre Minister.
Das Alles bringt mich der Ohnmacht sehr nahe. Aber nur Ohnmacht? Nein, auch Wut! Wut, die sich im Moment noch aufstaut. Wut, die immer größer wird, desto länger ich in die eigene Geldbörse sehe und feststellen muss, dass aufgrund solcher Bereitschaft anderen unter die Arme zu greifen wir weiter bluten müssen und uns auf weitere steigende Steuern und Abgaben einstellen können und uns noch weniger bleibt.

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