Ja was ist denn das?! Verwundert reibt man sich die Augen, über den neuen Skandal, den eine linksgerichtete Wochenzeitung da plötzlich initiert: Der Bundesverteidigungsminister soll bei seiner Doktorarbeit geschummelt haben! Na und?
Das der Herr Minister seinen akademischen Titel zu unrecht erworben hat, ist das eine. Dies muss entsprechende Konsequenzen haben und dies wird auch erfolgen. Jedenfalls will er ja den Titel nicht mehr führen.
Jedoch die Forderung der Opposition, nach einem Rücktritt aufgrund dieses unredlich erworbenen Titels, ist doch wohl eher vollkommen überzogen und fehl am Platze. Schließlich hat dieser “Skandal” nichts mit der politischen Arbeit des Mininsters zu tun — und das stammt jetzt aus dem Mund eines politischen Gegners! –, sondern ist eine mehr persönliche Angelegenheit.
Bevor die Opposition hier wieder einmal mit Steinen wirft, sollte sie sich ihre eigenen Leute mal ansehen. Hier gibt es mit Sicherheit einige, die mindestens genauso “schlimm” sind wie der Verteidigungsminister. Und geben die Ihr Mandat auf?
Was der Verteidigungsminister als Doktorant getan hat ist nicht richtig gewesen. Auch die Nutzung des parlamentarischen wissenschaftlichen Dienstes für private Zwecke ist nicht richtig. Dennoch kommt dieser Mißbrauch eines staatlichen Organs uns Steuerzahlern nicht teurer als die für Privatzwecke genutzten beruflich als Minister oder Parlamentarier gesammelten Bonusmeilen, die privat genutzten Dienstwagen und andere Privilegien, denen sich die Herren und Damen der Opposition bedienen bzw. bekanntlich bedient haben.

Ich wollte ja nicht direkt angreifen. Jedoch stellt sich bei genauerer Bertachtung des Falles dar, dass es sich hierbei offensichtlich um einen Angriff linker Oppositioneller handelt. Der “Ankläger” ist Kurator und Mitbegünder der linken Denkfabrik “Institut Solidarische Moderne e.V.”.
Da offensichtlich seit einiger Zeit (4 Wochen) Ruhe in der Koallition ist und man sich nicht mehr selbstzerfleischt, versuchen entsprechende Kräfte Unruhe in die Regierungsmanschaft zu bringen, in dem sie erneut (nach der “Kunduds-Affäre”) den beliebtesten Politiker der Koallition angreifen und am Image zu kratzen versuchen.