… andres kann man das Ganze mit Lybien nicht bezeichnen. Gestern war Gaddafi noch “unser Freeund”, weil er — obwohl Diktator — es zu verhindern wusste, wie im übrigen die anderen scvhin abgesetzten Despoten, dass wir in Europa von unerwünchten Flüchtzlingsströmen überrannt werden. Auch haben wir Europäer gerne sein Öl genommen und dafür Geld gezahlt und Waffen geliefert. Heute ist er verhasst, weil er sich weigert seinen Chefsessel zu räumen.
Aber gerade das ist ein Zeichen der Diktatur! Dass seine Kollegen in in den Nordafrikanischen Staaten so schnell verschwunden sind, liegt wohl unter anderem daran, dass sie vom “Volkszorn” überascht worden sind. Und natürlioch auch, dass sie sich so sicher auf ihren Posten wähnten, dass sie es vergessen hatten, gewisse Staatsorgane mit Getreuen zu besetzen. Getreue aus der eigenen Familie versteht sich. Denn schließlich ist Blut dicker als…
Der Umstand, dass der Diktator nicht von seinem Thron gefegt wurde, ist aber nicht nur darauf zurückzuführen, dass seine Familie einfach in den wichtigen Positionen sitzt, sondern ist auch darin zu suchen, dass er ausreichend Zeit hatte, sich auf einen eventuellen Revolutionsversuch vorzubereiten. Das Lybische Volk war hier einfach zu langsam und damit vermutlich wertvolle Zeit, jedoch definitiv das Überaschungsmoment, verloren.
Das Verhalten — und “Gesülze” — mancheiner Politiker ist echt bigett. Als man Lybien brauchte, um gegen den Irak Krieg zuführen hofierte man Gaddafi. Als man an sein Öl wollte war er der beste Freund. Aber jetzt wird er geächtet und verachtet.
Was ist jedoch, wenn diser Regierungschef an der Macht bleiben sollte? Wenn er mit seiner Armee die Aufstände nieder wirft? Wer schützt uns dann vor seiner Rache? Schließlich wurden ihm Kontakte zu Terrorgruppen nachgesagt und bekannte er Lybien als Mitschuld an mindestens einem Attentat. Bekanntlich wird ein angeschossenes, nicht getötetes Tier unberechenbar.
Wir Deutsche sollten uns schön raushalten. Und in diesem Fall lieber schweigen, als auch nur ein Wörtchen zu reden. Denn solange nicht feststeht, oder besser klar erkennbar ist, wer die Oberhand in Lybien bekommt (bzw. hat) kann alles uns nur schaden. Wir dürfen uns den Diktator nicht zum Feind machen!
